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Dokumentarfilm „White Box“

16 Dez

Bei meiner Recherche zur Dokumentar-Filmwoche stieß ich auf den Beitrag „White Box“. Nach dem Lesen der kurzen Inhaltsangabe stellte ich mir die Frage, warum wird für einen deutschen Beitrag, von einer deutschen Regisseurin und Drehort Löbau in Deutschland ein englischer Titel verwendet. War hier wieder einmal die Englischmanie am Wirken?

Das Thema machte schon neugierig auf den Film. Am 21. Oktober stand der Filmbesuch auf dem Plan des Medienclubs Leipziger Löwen. Im vorgesehenen Interview mit der Regisseurin sollte unter anderem auch die Frage der Namensgebung geklärt werden.

Aufhänger für den Film ist, dass in Löbau, ein ehemaliger Garnisonsort der NVA, Wohnraum für Hartz-IV-Empfänger, der den festgesetzten Regelquadratmetersatz überschreitet, durch Verschließen der überzähligen Zimmer eingeschränkt wurde.

Ein Einwurf am Rande: Kann nicht endlich der Begriff  „Hartz-IV-Empfänger“ durch einen menschlich wirkenden Begriff ersetzt werden. Nach meiner Auffassung ist dieser Begriff abwertend. Stehen doch diese Menschen zu oft im Abseits. Erniedrigt, weil zu wenig Mühe zu erkennen ist, diese Menschen in die Gesellschaft wieder zu integrieren.

Zurück zum Film. Die handelnden Personen sind im Film von der Regisseurin eindrucksvoll in Szene gesetzt ohne zu überziehen. Ganz unterschiedliche Charaktere und Personen, aus unterschiedlicher Herkunft, Deutsche und Spätaussiedler aus Rußland, kamen zu Wort und schilderten ihre Eindrücke von ihrem Leben im heutigen Deutschland. Nicht alle kamen mit ihrer neuen Lage klar.

Beeindruckend für mich die Aussage von zwei jugendlichen Spätaussiedlern: In Rußland waren wir Fremde, hier in Deutschland sind wir  auch wieder Fremde.

Sie sind also noch nicht angekommen in Deutschland und das ist nicht unbedingt ihre Schuld.

Noch ein Einwurf: Die jugendlichen Spätaussiedler sprachen fast alle ein einwandfreies Deutsch!

Bei der zur Filmaufführung anwesenden Julia, auch zur Gruppe der Spätaussiedler gehörend, hatte ich das sichere Gefühl, sie wird es schaffen, sie setzt sich durch. Das ging sowohl aus dem Film und auch aus ihren Antworten zu den Diskussionen mit Besuchern nach Filmende hervor.

Ein weiteres beeindruckendes Bild aus dem Film. Auf die Frage an ein kleines Mädchen, was sie sich am meisten wünscht, kam die Antwort: Ein eigenes Zimmer. Und das bei dem hohen Leerstand von Wohnungen in Löbau. Erfreulich, dass die Mutter des Mädchens es geschafft hat eine Arbeit zu bekommen und nun den Wunsch ihrer Tochter erfüllen konnte.

Im Übrigen stellt sich mir die Frage, welche „Einsparungen“ eigentlich durch das Abschließen von Zimmern erreicht wurde.

Hervorzuheben ist auch die Einstellung des ehemaligen NVA-Angehörigen. Er stellt sich auf seine neue Situation ein und engagiert sich mit anderen, ebenfalls arbeitslosen Personen für seinen Wohnort. Dem ehemaligen Professor, auch ein ehemaliger NVA-Angehöriger, fällt das wesentlich schwerer, wie das seiner Ausdrucksweise bei dem Deutschunterricht für Spätaussiedler und seinen Ausführungen zum ehemaligen Exerzierplatz zu entnehmen war.

Im kurzen Interview mit der Regisseurin Frau Susanne Schulz konnte auch der Ursprung des englischen Filmtitels geklärt werden. Frau Schulz wollte mit dem Filmtitel das Positive im Film, den Lichtblick, herausstellen, also nicht schwarzmalen. Ein Standpunkt, den ich nach dem Ansehen des Films respektieren kann.

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Unser Besuch bei den „Magdeburger Halbkugeln“

14 Dez

Nach mehreren Anläufen war es soweit, am 07. Dezember 2010 starteten wir zum Gegenbesuch bei den „Magdeburger Halbkugeln“.

Die Sperrung der Autobahn an der Abfahrt Bernburg war im Reiseplan nicht vorgesehen und so kamen wir mit 90 Minuten Verspätung in Magdeburg an. Das Magdeburger Seniorenteam war vollzählig versammelt (und trotz unserer Verspätung noch nicht zu Eiszapfen erstarrt).

Mit einem Rundgang auf dem Gelände der Universität „Otto von Guericke“ begann unser Treffen. Die Ausführungen des Herrn Dr. Weikert über die Entwicklung der Universität waren sehr informativ. Es war für mich beeindruckend, wie sich die Universität im Laufe der Jahre erweitert hat. Von 1953 bis 1961 Hochschule für Schwermaschinenbau, 1961 umbenannt in Technische Hochschule mit dem Namen „Otto von Guericke“ und ab 1987 bis 1993 Technische Universität.

Nach dem Rundgang folgten wir der Einladung unserer Magdeburger Gastgeber zu Kaffee, Tee, Stolle, Kuchen, Plätzchen …. .

Beide Gruppen tauschten sich über die derzeit laufenden und geplanten Projekte aus.

Das die Zusammenarbeit zwischen beiden Gruppen künftig intensiviert werden soll fand bei allen Teilnehmern Zustimmung. Über einen gemeinsamen Blog oder eine andere Internet-Plattform ist noch keine Entscheidung getroffen.

Für Mai 2011 wurde das nächste Treffen in Magdeburg vereinbart.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir den Weihnachtsmarkt in Magdeburg, klein aber fein.

Wir bedanken uns bei der Magdeburger Gruppe für dieses gelungene Treffen, für die herzliche Aufnahme und die sehr gute Bewirtung.

Liebe und Altern

3 Dez

Dieser Beitrag müsste vom Zeitablauf her den Vorrang vor den anderen Beiträgen haben.

Unser erstes Projekt war das Thema „Liebe und Altern“. Zu diesem Thema hatten wir, der Medienclub Leipziger Löwen, uns die Filme „Irina Palm“ und „Wolke 9“ angesehen. Wir haben über beide Filme sehr intensiv, teilweise auch kontrovers, diskutiert, besonders unter dem Aspekt, was hat uns der Film über Liebe und Altern gesagt. Meinungen und Ideen wurden darüber ausgetauscht, was würden wir an bestimmten Szenen im Film ändern, um das Thema Liebe und Altern besser darzustellen.

Aus dieser Diskussion heraus entstanden zum Film „Irina Palm“ drei, im Text und teilweise auch im Bild, neu gestaltete Szenen.

Zu „Wolke 9“ wurde der Beginn des Filmes, die nähere Bekanntschaft zwischen Inge und Karl,  ganz neu in Szene gesetzt. Mit einigem Aufwand, aber auch mit viel Humor, hat fast das gesamte Team der Leipziger Löwen an der Produktion der Filmaufnahme mitgewirkt.

Medien im Alltag

25 Okt

Wir befassen uns im Medienclub Leipziger Loewen mit den Themen

– Medien im Alltag

– Medien und Altern

Dabei sollen die Fragen

– Was sind Medien

– Wie bestimmen sie unseren Alltag

– Welche Medien haben uns gestern umgeben und welche heute

Also ist erst einmal zu klären, was sind Medien.

Eine Hilfe dazu von Frau Prof. Dr. S. Walper, aus ihren Vortrag „Rolle der Medien“.

Medien sind Kommunikationsmittel.

Im Vortrag wird unterschieden.

1. Primärmedien- Menschmedien genannt

Früher waren das Sänger, Erzähler, Priester

Heute ist es das Theater

2. Sekundärmedien- Schreib- und Druckmedien

das sind u.a.  Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Plakate

3. Tertiärmedien- elektronische Medien, analoge Medien

dazu gehören Fotografie, Hörfunk, Tonträger, Film, Video, Fernsehen, Telefon

4.  Quartärmedien- digitale Medien

wie Computer, E-Mail, World Wide Web

Als Funktionen der Medien werden genannt

Kommunikation

Informationsvermittlung

Bildung

Kulturträger

Willens- und Meinungsbildung

Unterhaltung

Konsumlenkung

Soweit also die Theorie der Definition und Funktionen von Medien.

Jetzt eine Gegenüberstellung, welche Medien waren vor 50/60 Jahren Bestandteil unseres Lebens und mit welchen Medien leben wir heute.

Medien im Alltag

Nutzung im Zeitraum von ca. 60 Jahren

am Anfang (1950 – 1960)                                         und Heute (2010)

  • Lesen:
  • Bücher                                                                Bücher
  • Zeitungen                                                          Zeitungen, Zeitschriften
  • Briefe                                                                   Briefe
  • ———————————————   Internet
  • ———————————————   E-Mail
  • ———————————————   SMS
  • Hören:
  • Radio                                                                   Radio
  • Tonbandgerät                                                  Tonband
  • Schallplatten                                                    Schallplatten
  • ———————————————   CD
  • Telefon                                                               Telefon / Mobilfunk
  • Konzert                                                              Konzert
  • Sehen:
  • Kino                                                                     Kino
  • Theater                                                               Theater
  • Fernsehen                                                         Fernsehen
  • ———————————————-  Video
  • ———————————————    DVD