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Dagmar: Leipzig ist eine tolle Stadt!

2 Mrz

02.03.2017

Ich bin eine 67-järige Rentnerin und bin 2012 nach vielen Umzügen von Stuttgart über Ulm, Düsseldorf und Bielefeld in ein Hausgemeinschaftsprojekt nach Leipzig gezogen. Mein erlernter Beruf ist Elektrotechnische Assistentin; zuletzt war ich im Informationsmanagement tätig.

 

„Leipzig lieben, mit jungen Menschen zusammenarbeiten, Internetseite entwickeln …“

Auf den Medienclub Leipziger Löwen hat mich ein wolkiger Flyer aufmerksam gemacht: „Leipzig lieben, mit jungen Menschen zusammenarbeiten, Internetseite entwickeln …“, alles konnte ich mit „Ja, interessiert mich sehr“ beantworten und bin nun seit Sommer 2014 dabei.

 

Tausend Details müssen für App-Entwicklung besprochen werden

Ich habe hier nette Menschen kennengelernt und erfahren, dass man zur Entwicklung einer App tausenderlei Details besprechen muss. Desweiteren habe ich mit den Löwen und Gästen sehr schöne Festchen gefeiert und interessante „Arbeits“-Ausflüge, z.B. nach Chemnitz und Magdeburg, gemacht.

Und ich lerne Leipzig ganz nebenbei immer besser kennen und bleibe dabei: LEIPZIG IST EINE TOLLE STADT!

Zu Besuch in der Festung Mark mit den Magdeburger Halbkugeln … und ein Abschied von Karin

24 Jun

24.06.2016

Ein wenig schwermütig folgen wir dieses Mal der Einladung nach Magdeburg, verkündete sie uns doch, dass die Leiterin unserer Partner-Gruppe „Magdeburger Halbkugeln“, Karin, ihren Ausstand geben würde.

Karin in ihrem Element als Gruppenleiterin.

Nach etlichen Jahren ehrenamtlichen Engagements für die Gruppe möchte Sie sich zukünftig anderen Aufgaben und Interessen widmen – denn Tatenlosigkeit ist einfach nicht ihr Ding! 😉 Die sengende Sommerhitze hält einige ältere Löwen von der Reise ab, dennoch können wir in relativ großer Runde (Caroline, Erika, Katharina, Rebekka, Steffi, Ulrich) an der Otto-von-Guericke-Universität aufschlagen. Nach herzlicher Begrüßung und ein paar Einführungsworten von Karin beginnt das Treffen mit ihrer Verabschiedung.

Olaf Freymark – Verantwortlicher für „Studieren ab 50“ an der Otto von Guericke Universität Magdeburg und Prof. Johannes Fromme Lehrstuhlinhaber der Erziehungswissenschaftlichen Medienforschung, Erwachsenen- und Weiterbildung verabschieden Karin Braune.

Die beiden Verantwortlichen für „Studieren ab 50“ der Erziehungswissenschaftlichen Medienforschung, Erwachsenen- und Weiterbildung, Olaf Freymark und Prof. Dr. Johannes Fromme bedanken sich bei Karin für ihr umfangreiches und unermüdliches Engagement, ohne das die Onlinegruppe nicht das wäre, was sie ist.* Gerührt und bescheiden, wie wir Karin kennen, bedankt sie sich und gibt ihre Ehrung an die Gruppe weiter.  

Blaue App und preisgekrönte Filme

Als sich der Trubel gelegt hat, beginnen wir mit der nahezu rituellen gegenseitigen Vorstellung der Projektereignisse. Caroline und Rebekka stellten unser Großprojekt vor, insbesondere die Fortschritte, die wir mit der App gemacht haben. Neu für die Halbkugeln ist vor allem unser entworfenes App-Layout, das beim letzten Treffen noch nicht einmal angefangen war und nun schon beispielhaft mit den wichtigsten Seiten (Karte, Orte-Seite, Erzähler) präsentiert werden kann. Wie immer werden auch Herausforderungen besprochen, zum Beispiel, dass wir ohne einen Programmierer, wie wir ihn mit Dennis Willkommen gefunden haben, keine Chance auf die Umsetzung hätten.   

Es folgt die Vorstellung der Magdeburger, die neben neu gewonnenen Studierenden und Senioren auch den Verlust eines alten Mitglieds zu beklagen haben. Erfreulich sind die vielen positiven Rückmeldungen, die Karin für ihre Arbeit sowie die Produkte der Onlinegruppe im letzten Jahr erhalten hat. Wir sehen die amüsanten von-wegen-alt-und-unfähig-Kurzfilme der Halbkugeln „Weg aus der Einsamkeit“ und „Yes, we (s)can!“, der beim StudiMovie Festival – zu Recht, wie wir finden – den Ehrenpreis der Jury als auch den Publikumspreis abgeräumt hat.

Film: Weg aus der Einsamkeit
Film: Yes, we (s)can

Abschließend schauen wir – als Premiere für alle – eine von den Halbkugeln kürzlich erstellte animierte Bildercollage an, die in „Auftragsarbeit“ als Promo-Film für eine Bekannte gestaltet wurde. Ein schnelles Medienprojekt, mit fixem Erfolgserlebnis und einer spannenden Protagonistin, die aus Gräsern Klamotten designt.

Festung Mark

Auf die gemütliche Kaffeerunde mit Brötchen und kritisch-ausführlicher Diskussion über Altenheime und medienpädagogische Vernetzung folgt ein kurzer Fußweg zur Festung Mark, die uns bei unseren bisherigen Besuchen trotz ihrer Größe verborgen blieb.

Führung durch die Festung Mark in Magdeburg.

Ein in seiner Rhetorik für unseren Geschmack etwas zu selbstbewusster Führer gibt uns Einblick in die preußische Kaserne sowie deren militärische Historie; als unangegriffener Teil der einst stattlichen Festung Magdeburgs. Wir überwinden die dicken Mauern – über die wir von Materialität bis hin zur Stärke alles erfuhren – und schlagen uns treppauf-treppab durch die für Kultur- und Festveranstaltungen ausgebauten Gemäuer.

Teambildende Maßnahme 😉 Halbkugeln und Löwen bauen Brücken.

Damit entkommen wir sogar etwas der sommerlichen Hitze. Großen Eindruck hinterlassen die hohen Gewölbe und die herrlich grünen Außenanlagen. Bei einem Brückenbauspiel stellen Löwen und Halbkugeln gemeinsam ihre architektonischen Fähigkeiten sowie ihre Teamarbeit unter Beweis. Die Brücke hält!

Die Verabschiedung fällt dieses Mal schwer, weshalb gleich mit der Einladung zur Erprobung der App im nächsten Jahr in Leipzig gelockt wird – wo Karin (auch ohne Halbkugel zu sein) fester Gast sein soll.

Gruppenbild mit Leipziger Löwen und Magdeburger Halbkugeln vor der Festung Mark.

*Anmerkung: Tatsächlich löste sich die Onlinegruppe Magdeburger Halbkugeln im Herbst 2016 auf.

Vortrag beim Living-Lab in Chemnitz

19 Jun

19.06.2017

Teilnehmer: Caroline, Dagmar, Rebekka, Steffi und Ulrich

Anreise – Die Löwen unterwegs

Gegen 12 Uhr fuhren wir mit der Regionalbahn nach Chemnitz. Am Hauptbahnhof angekommen ging es weiter mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Leider war das Wetter nicht so freundlich. In einem Café mussten wir uns erst einmal stärken. Um kurz vor 15 Uhr trafen wir in dem von der TU Chemnitz angemieteten Ladenlokal ein, das speziell für das Projekt „Living Lab“ zur Verfügung stand.

Dagmar und Caroline ohne Altersunterschied.

Living Lab – Eine offene Tür lädt ein

Es begrüßten uns der Projektleiter Andreas Bischof und sieben weitere Studierende. Andreas Bischof ist Mitarbeiter an der Professur Medieninformatik in der Nachwuchsforschergruppe »Nebeneinander wird Miteinander« an der Technischen Universität Chemnitz und so gestaltet sich auch das „Living Lab“. Mit ihrem interdisziplinären Projekt (Informatik, Design und Sozialwissenschaften) entwickeln sie gemeinsam mit SeniorInnen Technologien und Anwendungen für das „Internet of Things“ – heißt realweltliches für das Internet brauchbar zu machen. (mehr zum Projekt hier http://nebeneinander-miteinander.de/living-lab/)

Dazu stehen den ganzen Juni hier in der Innenstadt die Türen offen für Menschen aus Chemnitz, um über Nachbarschaft, Miteinander und Technik zu sprechen.

Unsere Caroline und Andreas, der Projektverantwortliche des Living-Labs.

Sie wollen dadurch erforschen, wie technische Dinge helfen können, das Miteinander in Mietshäusern, Nachbarschaften und Städten zu fördern, wozu sie die Perspektiven und Erfahrungen der ChemnitzerInnen benötigen. Sie laden aber auch zu Vorträgen ähnlicher Projekte ein, und da kommen wir ins Spiel.

Vortrag – Intergenerationelle Arbeit hat seine Tücken

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der intergenerationellen Zusammenarbeit durften wir unseren Medienclub Leipziger Löwen vorstellen. Die Gäste von der Straße hielten sich leider trotz entspannter Runde im Warmen und Trockenen von der offenen Tür scheu fern. Die Projektmitarbeiter und andere Studierende lauschten jedoch mit gezücktem Stift unseren Ausführungen.

Unsere Caroline und Andreas, der Projektverantwortliche des Living-Labs.

Da der Zeitrahmen knapp bemessen war, stellte Caroline innerhalb einer etwa halben Stunde unser Leipziger Audioguide-Projekt „Ich höre was, was du nicht siehst – Ein Rundgang mit den Ohren durch Leipzig“ vor. Ihr Schwerpunkt lag dabei nicht auf den Inhalten, mehr auf den Zielen der App (das Geschichten Sammeln, Bewahren und Weitergeben) sowie generell den Herausforderungen und Vorzügen der intergenerationellen Arbeit, wobei sie auch die vorherigen Projekte des Medienclubs Leipziger Löwen anriss.

Interessant für uns „alte Löwen“ war, wie viele Gedanken und Konzepte (medienpädagogisch und didaktisch) hinter unseren zweiwöchentlichen Treffen stecken. Auch wenn wir es eigentlich wussten, wurde uns erst jetzt bewusst, dass wir während unserer Arbeit ganz nebenbei medienpädagogisch weitergebildet werden.

Diskussion – Einbringen, aber nicht nur mit Alten arbeiten

Anschließend an den Vortrag konnten wir die verbliebenen 40 Minuten zum Diskussions- und Informationsaustausch nutzen. Explizit bewegte – nicht nur aufgrund der heute mangelnden Besucher – die Frage, wie man SeniorInnen für Kommunikationsprojekte mit Hightech-Ansprüchen rekrutiert und begeistert.
Hier wurde das Wort hauptsächlich den „alten Löwen“ überlassen. Ulrich führte aus, dass er schon seit Beginn dabei sei und sich vor allem über die bearbeiteten Themen begeistern kann sowie die Tatsache, dass man sich mit jedem Projekt in die Gesellschaft einbringen kann und denen, die sich das Produkt anschließend anschauen „etwas bieten“ kann, wo auch mal gelacht oder nachgedacht wird.

Ulrich erklärt den Living-Lab-Besuchern, warum er bei den Löwen ist.

Dagmar und Steffi betonten, wie wichtig es sei, dass „nicht nur Alte“ mitmachen: „Alt sind wir selbst“, der Austausch zwischen den Generationen (in unserem Fall mit Studierenden) ist das, was Spaß mache.
Rebekka betont noch einmal, dass wir kein Projekt sind, in dem Alte von Jungen etwas über Technik lernen, sondern jeder einbringt, was er könne. Somit spiele das Alter während der Arbeit keine Rolle weswegen wir auch zwei verschiedene Flyer – einmal mit Schwerpunkt Thema (Geschichten zu Leipzig), einmal mit Schwerpunkt Technik (Standrundgang-App) aber nicht einen für Alte und einen für Junge entworfen haben. Ein Erfolgsrezept ist uns jedoch leider auch nicht bekannt außer Mund-zu-Mund-Empfehlungen und beharrliche Vorstellung entlang des Projekt-Themas zum Beispiel in Bachelorseminaren oder im Seniorenkolleg.

So erzählen wir und tauschen uns aus, bis keine Fragen mehr offen bleiben. Mit einer Einladung zu uns nach Leipzig verabschieden wir uns und verlassen Chemnitz mit dem guten Gefühl, einem Projekt ein wenig weitergeholfen zu haben.

Medienclub Leipziger Löwen auf dem Weg zum Living Lab mit Rebekka, Caroline, Ulrich, Steffi und Dagmar.

Autoren: Dagmar und Rebekka

Daniel: App-Entwicklung als Erweiterung des Erfahrungshorizontes

13 Apr

13.04.2016

Ich bin im Sommer 2014 zum Medienclub Leipziger Löwen gekommen, nachdem ich im Rahmen meiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft an der Professur für Medienkompetenz- und Aneignungsforschung auf das Projekt aufmerksam geworden bin. Damals stand das aktuelle App-Projekt noch in den Startlöchern. Seitdem hat sich viel getan – zum einen konnte die Gruppe viele neue Gesichter begrüßen, zum anderen hat das App-Projekt mehr und mehr Form angenommen.

Neugierde geht vor Wissen

Meine Mitarbeit bei den Löwen sehe ich deshalb als Bereicherung, weil ich die Arbeit zwischen Jüngeren und Älteren spannend finde und weil ich meinen Erfahrungshorizont im spezifischen Fall der App-Entwicklung erweitern kann.

Obwohl ich mit meinen 27 Jahren den sogenannten Digital Natives nahe stehe, besitze ich weder ein Smartphone, noch nutze ich Apps. Für mich ist es deshalb umso spannender, das Drumherum kennenzulernen und direkt an der Gestaltung einer App mitzuwirken.

In der Hinsicht, aber auch generell in Bezug auf „neue Medien“, überrascht es mich immer wieder, wie gut sich einige der älteren Mitglieder damit auskennen und diese nutzen. Viel wichtiger als Wissen ist an der Mitarbeit bei den Löwen meiner Meinung nach aber Neugierde und Spaß an der Beschäftigung mit Medien und anderen Menschen. Insofern sehe ich meine Mitarbeit auch als praktische Ergänzung zu meinem Studium der Medienpädagogik.

Über das Technische hinaus

Neben der gemeinsamen Arbeit an sich, schätze ich bei den Löwen das Miteinander bzw. den Austausch. Während die konkrete Arbeit meistens in Kleingruppen mit verschiedenen Schwerpunkten stattfindet und es dabei um die Konzeption der App geht, wird sich darüber hinaus auch über Privates ausgetauscht, sodass inzwischen auf gewisse Weise auch persönliche Kontakte entstanden sind. Allgemein sind die verschiedenen Charaktere und die Gruppendynamik etwas, das die Löwen für mich ausmacht.

Sabine: Freude an generationsübergreifender Projektarbeit

2 Apr

02.04.2016

Warum ich  bei den Löwen bin? Sabine antwortet!

Seit ich nicht mehr aktiv im Arbeitsprozess bin (ich befinde mich in der Passivphase der Altersteilzeit) musste ich mir einen neuen Wirkungskreis suchen, denn passiv möchte ich keinesfalls sein. Mich nur um Garten und Haus zu kümmern, ist zu einseitig.

Kreative Betonkunst

Zuerst habe ich meine kreative Seite aktiviert: Ich beschäftige mich intensiv mit Kunstsandstein- und Betongestaltung; erschaffe Skulpturen, Wandreliefs etc.  Mehr dazu auf meiner Website www.betonkunst-jubine.de.
Allerdings ist das keine Teamarbeit und in diesem Bereich beschränken sich die sozialen Kontakte auf gelegentlichen Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten.

Begeisterung vom ersten Tag an

Im Sommer 2014 habe ich mich an der Uni Leipzig als Gasthörerin angemeldet. Hier habe ich den Flyer des Medienclubs Leipziger Löwen entdeckt.

Die Atmosphäre in der Gruppe hat mich schon am ersten Tag begeistert. Dazu kommt die Freude an der generationsübergreifenden Projektarbeit, die bis zu meinem Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsprozess mein täglich Brot war; bis zur Wende als Physikerin und danach als IT-Spezialistin und Projektleiterin.

Lebenserfahrung und ein erfrischender Blick

Durch die heterogen zusammengesetzte Gruppe kann jeder seinen Teil zum Gelingen beitragen. Die Älteren durch ihre Berufs- und Lebenserfahrung und die Jungen durch die neuen Erkenntnisse aus dem Studium und einen erfrischenden und anderen Blick auf die Dinge.

Ein weiterer Pluspunkt für mich ist, sich mit anderen Themen als die der eigenen Arbeitswelt zu beschäftigen. Als Naturwissenschaftlerin habe ich mich z.B. noch nie mit Interviewtechniken beschäftigt. Dazu die Grundregeln zu lernen und dann auch anzuwenden, war für mich sehr interessant.

Fazit

Ich fühle mich bei den Leipziger Löwen richtig wohl und freue mich bei jedem Treffen über den Fortschritt des Projektes und den Austausch mit den anderen Löwen. Nach Abschluss dieses Projektes werde ich auch weiter dabei sein und bin gespannt, welche Themen wir dann angehen können.

Hiltrud: Vielfältige Erinnerungen sind mit Leipzig verknüpft.

29 Mrz

29.03.2016

Warum ich  bei den Löwen bin? Hiltrud antwortet!

Im Seniorenkolleg der Uni Leipzig wurde im Herbst 2014 der „Medienclub Leipziger Löwen“ vorgestellt. Die zwei jungen Frauen warben so sympathisch und erfrischend für die Mitarbeit im Club, dass ich neugierig wurde.

App-Projekt ist sehr intressant

Das Zusammenwirken von jungen und älteren Menschen ist bereichernd und spannend für mich. Das Thema der App – ein Stadtrundgang durch Leipzig mit den Ohren – ist sehr interessant. Seit meiner Schulzeit lebe ich hier in der Stadt. Vielfältige Erinnerungen sind mit Leipzig verknüpft.

Lichtpunkt im Alltag

Ich gehöre zu den „alten Löwen“. Von Medientechnik habe ich kaum Kenntnis. Doch dieses gemeinsame Erarbeiten der App macht mir großen Spaß. Immer wieder ein Lichtpunkt im Alltag sind die Treffen mit den „Löwen“.

Jenny: Individuelle Erfahrungen und Geschichten beeindrucken mich!

2 Feb

02.02.2016

Individuelle Erfahrungen und Geschichten beeindrucken mich & besonders ältere Menschen besitzen viele davon.

Das ist einer der Gründe, warum ich bei den Löwen bin!

Das Projekt „Ich höre was, was du nicht siehst – ein Rundgang mit den Ohren durch Leipzig” hat mich sofort angesprochen. Einerseits inhaltlich, weil ich als zugezogene Nordhessin nicht allzu viel über das vergangene Leipzig weiß und mich an Erzählungen und Erlebnissen Anderer gern erfreue! Andererseits, weil ich es sehr spannend fand, die Prozesse und Technik einer konkreten App-Entwicklung in einem generationsübergreifenden Rahmen kennenzulernen und durchzuführen.

Verglichen mit den älteren Löwen habe noch nicht allzu viele Erfahrungen und auch nicht allzu viele Geschichten zu erzählen, aber ein paar gibt es zumindest.

Seit ein paar Jahren arbeite ich als freie Medienpädagogin und studiere in diesem Bereich an der Universität Leipzig. So habe ich zwei Interessen miteinander verbunden: die (Bildungs-)Arbeit mit Menschen und die Freude an der Mediengestaltung!

Denn bevor ich begann mit Kindern und Jugendlichen verschiedene Medienprojekte durchzuführen, arbeitete ich als Mediengestalterin in einer Hamburger Werbeagentur und entwarf Plakate, Flyer und andere Werbemittel.

Irgendwann gelangt man an die Anfänge …

Denn eigentlich hatte ich in meiner Jugend viel mit älteren Menschen zu tun, da meine Mutter einen mobilen Pflegedienst führt und ich sie dort einige Zeit als Alltagsbegleiterin unterstützte. Daran hatte ich viel Freude, wurde dennoch flügge, verließ das heimische Kassel und ging nach Hamburg, um Mediengestalterin zu werden. Als ich dann später begann als Medienpädagogin zu arbeiten, entschloss ich mich dafür mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

Erst Anfang 2015, als ich auf die Arbeit des Medienclubs Leipziger Löwen aufmerksam wurde, sollte sich das ändern! Seitdem ich an dem Projekt teilhabe, bin ich immer wieder begeistert und überrascht, wie produktiv, ehrlich und herzlich die Zusammenarbeit ist und welch’ Wissen und Erfahrung in unserem Arbeitsraum zusammenkommen!

Die Leipziger Löwen haben mich außerdem motiviert, über das App-Projekt hinaus, Erfahrungen und Geschichten von älteren Menschen einer hessischen Tagespflege, in einem Hörspielprojekt erlebbar zu machen.

Ulrich: Bin noch immer neugierig auf das Leben und seine Herausforderungen

5 Nov

05.11.2015

Warum ich  bei den Löwen bin? Ulrich antwortet!

Die schönsten Kindheitserinnerungen für mich sind verbunden mit den von Oma erzählten Geschichten.
Wir Kinder wollten immer hören, wie es „früher einmal war“.

Die Situation:

Feierabendstunde, die nach dem 2. Weltkrieg im Sommer auf dem Dorf noch vor der Haustür verbracht wurden. Oma hat dann immer aus ihrem Leben erzählt. Für mich waren ihre Erlebnisse „Abenteuer“ und „Märchen“. Heute weiß ich, es war diese Art des Erlebnis- und Gedankenaustausches mit Oma, die meine Einstellung zum heute sogenannten „Generationsproblem“ geprägt hat. Meine Erkenntnis: Keiner ist nur der Schwache, Lernende bzw. Überlegene, Belehrende. Für mich sind Generationsbeziehungen ein spannendes Wechselverhältnis voller Überraschungen.

Oma hat mit ihren „Geschichten“ einen Anteil daran, dass ich später Lehrer geworden bin. Fächer: Deutsch und Geschichte. In all den Berufsjahren hatte ich Spaß daran, mich nebenbei vielfältig „auszuprobieren“. So gehörte ich zum Beispiel einem Laienschauspielerensemble an.

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Nach der Pensionierung hat es mir große Freude gemacht, unter Anleitung des Leipziger Vereins „Leselust“ als Märchenerzähler in Kitas mit Kindern zu arbeiten.

 

 

Vor 6 Jahren bin ich auf die Arbeit des Medienclubs Leipziger Löwen aufmerksam gemacht worden. Seitdem habe ich mich an all seinen Projekten aktiv beteiligt.

Beispiele dafür:

Mich spricht bei der Arbeit im Rahmen des Medienclubs besonders an:

  • die ergebnisorientierte Arbeitsatmosphäre bei den regelmäßig stattfindenden Treffen
  • die Vielfalt der Themen, die bearbeitet werden und die garantieren, dass sich alle mit ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Vorstellungen einbringen können
  • die generationsübergreifende personelle Zusammensetzung der Gruppe, die zu einem lebhaften Gedankenaustausch führt
  • die jugendliche und engagierte Leitung der Gruppe
  • der verständnisvolle Umgang miteinander, der zu einer aktiven Mitarbeit anregt

Fazit:

Meine Mitarbeit bei den Leipziger Löwen hat mich nicht jünger gemacht. Sie hält mich aber „in Schwung“ und spornt den älter gewordenen Lehrer an, sich und seine Erahrungen sinnvoll in die Projektarbeit einzubringen.

Ich lerne dabei Neues, setze mich mit anderen Ideen und Ansichten auseinander, fühle mich gebraucht und bin deshalb zufriedener.

Caroline: Die öffentliche defizitorientierte Wahrnehmung bezüglich des Alter(n)s stimmt nicht.

20 Okt

20.10.2015

Warum ich mit älteren Menschen zusammenarbeite?

Nun, in erster Linie darum, weil mir Alter nichts bedeutet. Wie alt jemand ist, ist für mich genauso (un)wichtig wie das Geschlecht, die Herkunft, die Größe, die Haarfarbe oder die Anzahl der roten Socken im Kleiderschrank. Das Alter ist ja schließlich nur ein Kriterium, einen Menschen zu verstehen – warum sollte ich ihn darauf beschränken?

Oftmals beobachte ich, dass Altern als etwas Negatives betrachtet wird, das es aufzuhalten oder zu bekämpfen gilt. Dass das dazu führt, dass sich ältere Menschen selbst nichts zutrauen oder für (nicht nur medial) unfähig halten, finde ich schade und unnötig. Deswegen bin ich bei den Löwen: um nach außen das Bild zu vermitteln, dass die öffentliche defizitorientierte Wahrnehmung bezüglich des Alter(n)s nicht stimmt. Und auch, um den Löwen selbst das Gefühl zu geben, dass sie gehört werden und wichtig sind. Deshalb bin ich Pädagogin geworden – um Menschen stark zu machen. Bei Älteren sehe ich einen besonders großen Bedarf.

Die gemeinsame Arbeit empfinde ich als sehr bereichernd. Oftmals staune ich ob der Perspektiven der Mitglieder. Ich liebe Biografien, und besonders motiviert es mich, so lebensfrohe, positive Menschen vor mir sitzen zu sehen, die schwierige Situationen durchstehen mussten, aber trotzdem zuversichtlich und ausgeglichen sind. Gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, verbindet zusätzlich.

 

Und wie kam ich zu den Löwen?

Mit Beginn des Masterstudiums musste ich mich für ein Projekt entscheiden, in dem ich zwei Jahre mitarbeiten sollte. Die Löwen waren eigentlich nur meine zweite Wahl, aber letztlich bin ich sehr dankbar für diese Entscheidung der Sterne. Seit Herbst 2010 bin ich nun schon dabei. Als die Löwen aufgrund eines Professurwechsels auf der Kippe standen, fiel mir die Entscheidung nicht schwer – seit März 2013 bin nun Projektleiterin, tatkräftig unterstützt von unserem Orga- und Didaktikfreak Rebekka 🙂

Jede Woche müssen wir erneut ein gutes Mittelmaß finden zwischen pädagogischem Idealanspruch und strukturell bedingten Limitierungen. Ein Projekt ohne jegliches Eigenkapital zu stemmen, noch dazu mit vielen Freiwilligen, die in ihrer Freizeit viel Energie und Zeit in die Löwen stecken, ist kein einfaches Unterfangen. Aber gerade deswegen bin ich stolz auf die Projekte, die wir schon geschafft haben, und zuversichtlich, dass am Ende unseres App-Projektes ein tolles Produkt steht.

Rebekka: Ich mach‘ gern was mit Älteren und Medien!

9 Okt

09.10.2015

Rebekka antwortet: Ältere Menschen bereiten mir Freude. Das liegt wohl daran, dass meine Omis immer einen wichtigen Platz in meinem Leben hatten und haben. Beim Umzug nach Leipzig, um Kommunikations- und Medienwissenschaft zu studieren, veränderte sich der tägliche persönliche Kontakt in eine Art Fernbeziehung mit Telefon-Anrufen und dank neuester Technikausstattung Foto- und Filmversand.

Ich mach‘ gern was mit Älteren und Medien!

Im Medienclub Leipziger Löwen traf ich auf eben jene Mischung zwischen älteren Menschen und Medien. Es ist der Austausch, die Dynamik, die Ergänzung von Lebenserfahrung und Unkonventionalität, die die Arbeit im Projekt für mich einzigartig und unberechenbar spannend macht.

Immer wieder werde ich überrascht von den Interessen, Vorkenntnissen und Kompetenzen über die unsere jungen und alten Löwen verfügen und bin jedes Mal aufs Neue begeistert, wie gut sich unsere Gedanken und Ideen ergänzen und herausfordern – auch in privaten Gesprächen außerhalb der Projektarbeit.

Seit diesem App-Projekt bin ich jetzt dabei und als sich der anfängliche Jugend-Überschuss der Gruppe durch frischen Zustrom an älteren Löwen ausgeglichen wurde, erfreute ich mich an der wachsenden Gemeinschaft. Ich bin bei den Löwen, weil mir die intergenerationelle Arbeit Spaß macht und ich mich mit Medien gerne kritisch auseinandersetze und dies mit Vorliebe diskutiere und weitergebe – egal mit welcher Altersgruppe.