Archiv | App-Projekt: „Ich höre was, was du nicht siehst“ RSS feed for this section

Ausgezeichnet

10 Jul

Juli 2019

Unsere Arbeit hat Früchte getragen und wir haben für unser Projekt „Ich höre was, was du nicht siehst – ein Rundgang mit den Ohren durch Leipzig“ den

Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland 2019

in der Kategorie

„Bestes Mitteldeutsches Medienkompetenzprojekt für/mit Erwachsene/n“ abgeräumt.

Besonders hervorgehoben wurde der inhaltliche Aspekt, dass wir im Sinne der Oral History Geschichten bewahren und erfahrbar machen und damit für Gesprächsstoff zwischen den Generationen sorgen (die Laudatio ist hier nachzulesen).

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An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Beteiligten! Vor allem an die Geschichten-Erzähler, denen dieser Preis gewidmet ist!

Für uns bestand ja die Arbeit hauptsächlich darin, eine App von Grund auf zu entwerfen…das spielte leider gar keine Rolle für den mdr. Wir freuen uns dennoch 🙂

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Teilnahme am EPALE Barcamp

2 Mai

Am 20. April 2018 waren wir Löwen Teilnehmer in der Volkshochschule Leipzig beim EPALE Barcamp

Digitalisierung des gesellschaftlichen Zusammenlebens gestalten – Medienkompetenz in der Erwachsenenbildung

Epale ist eine tolle, mehrsprachige, offene Community für Lehrkräfte, Wissenschaftler/innen, Politiker/innen und alle, die beruflich mit Erwachsenenbildung in Europa zu tun haben.
Barcamp ist eine Veranstaltungsform, bei der es keine feste Tagungsordnung gibt. Diese wird erst zu Beginn der Veranstaltung festgelegt.

Wir hatten die Möglichkeit, uns mit einer Projektausstellung  zu beteiligen. Diese sollte darstellen, wie man Digitalisierung intergenerationell leben kann:

  • Jeder bringt sich ein (eigene Hintergründe)
  • Alle lernen von allen (auch Medien)
  • Learning by doing

Unser Stand

wurde so gestaltet, dass er einen Einblick in unsere Arbeit als auch in die Ergebnisse früherer Projekte gab.

Wir haben ein Video gedreht, welches Daniel vor dem Computer zeigt, wie er in unserem Blog surft. Dazu geht er zu einem  Video des Projektes  „Appetit auf Ehrenamt“„Appetit auf Ehrenamt“, welches Erika beim Käsebohren zeigt, schaut sich Fotos von unseren Ausflügen Fotos von unseren Ausflügen und dem Hörgeschichten-Projekt an. Das Video läuft als Endlosschleife.

Weiterhin haben wir 2 Paar Kopfhörer bereitgestellt, mit denen sich die Besucher die Audios

  • Gerd nimmt Abschied
  • Charlotte erinnert an alte Schönheit
  • Ulrich außer Rand und Band (Ringcafé)
  • Eva reist schwarz (Hauptbahnhof)

unseres aktuellen Projektes „Ich höre was, was du nicht siehst – ein Rundgang mit den Ohren durch Leipzig“ anhören konnten.

Insgesamt hatten wir nicht ganz den Zuspruch, den wir uns vorgestellt hatten, leider. Es blieb einfach zu wenig Zeit, um sich in den Pausen zwischen Essen und Verschnaufen, mit den Ständen zu beschäftigen. Dennoch ergaben sich einige anregende Gespräche.

Ein Gespräch mit einem Politiker

ist uns noch deutlich in Erinnerung.

Er lobte uns dafür, dass wir alten Leuten die digitalen Medien näher bringen würden. Das wiesen wir strikt von uns und erklärten ihm unser Konzept, dass wir uns alle altersübergreifend gemeinsam mit Medien beschäftigen und sie selbst herstellen, um an der Gesellschaft teilzuhaben. Dass wir Medienkompetenz nebenher erwerben, nicht als reine technisch-funktionale Nutzungskompetenz von einem Gerät.
Er monologisierte über ältere Damen, die zu Hause nur Fernsehen würden… Woraufhin wir versuchten ihn zu überzeugen, dass dies doch auch möglich sein müsse das Internet zu meiden. Dass durch das Fernsehen doch die Möglichkeit zur Diskussion und Informiertheit möglich wäre.
Als er dann anfing, von seinen Plänen zu berichten, alle behördlichen Gänge ins Internet verlagern zu wollen und dass dann Projekte wie unseres genau das Richtige wären, platzte uns gänzlich die Hutschnur und wir redeten vehement auf ihn ein: dass Digitalisierung nicht alternativlos sein dürfe, dass er so unnötige Benachteiligung schaffen würde und diskriminierend denen gegenüber handeln würde, die Vorgänge persönlicher Art aus datenschutzrechtlichen Bedenken lieber Offline erledigen.
Aber sprich mit der Kuh französisch… Wir haben die Hoffnung, dass er wenigstens einen Gedanken aus unserem Gespräch mitgenommen hat. Wir haben jedenfalls mitgenommen, dass es noch ein langer, beschwerlicher Weg ist, Projekte wie unseres zu etablieren.

 

Der Ablauf der Veranstaltung

hat uns insgesamt nicht überzeugt.

Die Einführungsveranstaltung bildete die Festlegung der einzelnen Workshops und einer viel zu langen Vorstellungsrunde (bei rund 100 Teilnehmern wusste ich am Schluss nichts mehr, da halfen auch die formulierten Hashtags nicht weiter… #viel-zu-lang-alles). Ich habe an einem Workshop zu Tipps zur professionellen Videogestaltung teilgenommen. Inhaltlich war dieser leider wenig professionell. Anstatt guter Hinweise wurde z.B. zu „Stativen“ aus Klopapierrollen geraten und Handyvideos als qualitativ ausreichend dargestellt. Wir arbeiten professioneller! Auch die anschließende Diskussion verlief eher nach dem Motto: jeder sagt, was er denkt.

Fazit

Wir haben uns sehr gefreut, dass Caroline uns eingeladen hat und wir mit dabei sein durften. Eine Konferenz als Barcamp, so wie wir es erlebt haben, ist aus unserer Sicht nicht zielführend. Es fehlte die fachliche Tiefe. Sinnvoller wäre, den ersten Teil als vorbereitete Vorträge zu gestalten und im zweiten Teil

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Diskussionsrunden dazu, auch im weitesten Sinne, durchzuführen.

Für unsere weitere Arbeit konnten wir leider wenige Anregungen mitnehmen, dafür einige Kontakte knüpfen und wir nehmen den Kampfgeist mit, weiter zu machen.

 

Autor: Sabine mit Einschub von Rebekka

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Was hat sich doch alles getan in diesem Jahr und wie es weitergeht

20 Mrz

Ein kleines Fazit

20.03.2019

Die App-Arbeit

Vor einem Jahr haben wir im Tagesseminar Schwung geholt für die Endarbeiten:
… Interviews hören, schneiden, noch einmal hören, akzeptieren oder verwerfen.
… Dazugehörige Fotos auswählen. Wichtig: Urheberrechte beachten!
… Letzte Schliffe am Layout unter Jennys meisterhafter Federführung.
… Letzte redaktionelle Überarbeitung: auswählen, verwerfen, doch dazu nehmen.
… Und immer wieder „der Umgang mit der Dropbox“
… EPALE Barcamp besucht, Kontakte und Ideen ausgetauscht (hier mehr dazu)
… Themenbezogene Workshops:

mit Jenny InDesign kennengelernt und Flyer für die App entworfen mit Sabine in HTML hineingeschnuppert

Die Erfahrungen neben der App-Arbeit

Was für ein Ding doch solch ein Projekt ist:

… Für viele von uns eine Riesenerfahrung in der Erarbeitung vom Nullpunkt an
Welche Schritte notwendig sind, wie man diese organisiert, koordiniert.
Wie man über solch lange Zeit die Begeisterung und Aufmerksamkeit aller erhält.

… Es gibt also auch Durststreckenerfahrungen:
Zum Beispiel durch schwankende Teilnehmerzahlen durch studienbedingte Termine, Abgänge und Neuzugänge.

… Als Lösung ergaben sich:

  • Ein veränderter wöchentlicher Terminrhythmus
  • Der Beschluss, dass Entscheidungen nicht in jeder Sitzung noch einmal zur Abstimmung gebracht werden → welch ein Zeitgewinn!
  • Die Aufteilung in verschiedene Arbeitsgruppen, mal gemeinsam im Seminar, in kleinen Themengruppen oder durch einzelne Beiträge im Home-Office
  • Das mit unterschiedlichsten didaktischen Erarbeitungsformen

… Und das alles mit einer Seminarleitung

aufgeschlossen und mitarbeitsorientiert;
viel Arbeit in Organisation investiert.

Und was in diesem Jahr noch so geschah

… Verabschiedung von Caro, Daniel und Katharina
… Neu dabei mit tatkräftiger Unterstützung: Ulrike, Ingeborg und Rosemarie
… Geburt von Baby Mira (inkl. gemeinsames Basteln einer Windeltorte)
… Ulrich lebt jetzt gesundheitsbedingt im Pflegeheim (wir besuchen ihn gern)
… Auslandssemester von Anna in Madrid
… Die Auflösung unserer Partnergruppe Magdeburger Halbkugeln
… Und natürlich das traditionelle Grillgartenfest im Sommer und die
vorweihnachtliche Schmauserei im Seminar-Vorraum. Wie immer mit
leckeren selbstgemachten.

Unsere Arbeit an der App in Zahlen

Seit November 2014 haben wir (das sind insgesamt 23 beteiligte Löwenmitglieder von 21 bis 83 Jahren)

  • über 30 Beiträge
  • von 19 Interviewpartnern
  • zu 24 Orten zusammengetragen

Das ergibt eine

  • Route von 5.5 km Länge
  • die man in der Zeit von 1h 10min erläuft

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Workshoptag: Unser langes Löwentreffen am 09. März 2017

9 Mrz

09.03.2017

Teilnehmer: Anna, Dagmar, Daniel, Erika, Hiltrud, Jenny, Katharina, Leonie, Rebekka, Sabine, Ulrich

Anfang Januar haben wir beschlossen, noch im ersten Quartal einen ganzen Tag am Projekt zu arbeiten, um endlich die Endphase zu erreichen. Eine Terminabstimmung haben wir per Internet vorgenommen, sodass alle ihre möglichen Termine eingetragen konnten. So fiel die Wahl auf den 09. März in der vorlesungsfreien Zeit. Weiterhin hatten wir im Vorfeld abgesprochen, dass jeder etwas zum Mittagessen mitbringt.

Am Donnerstag, den 09. März, haben wir uns um 10 Uhr im Seminarraum eingefunden.

Wir waren fast vollzählig zu elft: 5 Senior- und 6 Juniorlöwen.

Gearbeitet haben wir bis zur Mittagspause in drei generationsübergreifenden Gruppen, die sich mit den folgenden Themen beschäftigt haben:

  • Überarbeitung der Beitragsseiten (Gruppe 1)
  • Überarbeitung des Erzähler- und Ortsmenüs (Gruppe 2)
  • Überarbeitung der Kartenseite (Gruppe 3)

 

Als sehr ungewöhnlich fand ich zu Beginn die Herangehensweise, die Rebekka vorgegeben hat:

Ohne die bereits erarbeiteten Unterlagen vor uns zu haben, war zu überlegen, was wir als Nutzer der App erwarten würden.

Eine solche Vorgehensweise kannte ich trotz meiner langjährigen Erfahrung als Leiter und Mitarbeiter von IT-Projekten nicht.

Am Ende des Tages habe ich aber festgestellt, dass das eine gute Entscheidung war. So haben wir festgefahrene Denkansätze umgangen und sind zu neuen Erkenntnissen gekommen. Würde ich nochmals ein IT-Projekt leiten, würde ich diese Vorgehensweise in meine Arbeit mit einbeziehen.
Unser „Mitbringbuffet“  hatten wir schon vor Beginn unserer Sitzung aufgebaut, so dass wir nach der anstrengenden Arbeit gleich zulangen konnten. Nach zwei Stunden intensiver „Denkarbeit“  hatten wir richtig Hunger und geschmeckt hat alles sehr lecker. So konnten wir gleich noch Rezepte austauschen. Außerdem hatten wir mal wieder Zeit, unsere Erlebnisse in den Leipziger Gaststätten von gestern und heute auszutauschen.

Nach der Mittgaspause hat dann jede Gruppe ihre Ergebnisse präsentiert und wir haben gemeinsam die Vorschläge diskutiert und festgelegt, was sich an den einzelnen Seiten ändern soll.

Auf Details möchte ich hier nicht weiter eingehen, da die App in der Endphase der Bearbeitung ist und jeder sie dann nutzen und sich ein Bild von unserer Arbeit machen kann.

Nach sechs Stunden haben wir zufrieden über das Geschaffte den Heimweg angetreten.

Mein Fazit:

Es war ein sehr erfolgreicher und effektiver Projekttag. Alle waren mit dem Erreichten zufrieden, wie man an den Gesichtern erkennen kann (Foto). In  Zukunft sollten wir einmal in der vorlesungsfreien Zeit nach jedem Semester eine solche Ganztagssitzung durchführen, da so die Projektarbeit viel intensiver und effektiver ist als in zweistündigen Sitzungen.

Autorin: Sabine

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Zu Besuch in der Festung Mark mit den Magdeburger Halbkugeln … und ein Abschied von Karin

24 Jun

24.06.2016

Ein wenig schwermütig folgen wir dieses Mal der Einladung nach Magdeburg, verkündete sie uns doch, dass die Leiterin unserer Partner-Gruppe „Magdeburger Halbkugeln“, Karin, ihren Ausstand geben würde.

Karin in ihrem Element als Gruppenleiterin.

Nach etlichen Jahren ehrenamtlichen Engagements für die Gruppe möchte Sie sich zukünftig anderen Aufgaben und Interessen widmen – denn Tatenlosigkeit ist einfach nicht ihr Ding! 😉 Die sengende Sommerhitze hält einige ältere Löwen von der Reise ab, dennoch können wir in relativ großer Runde (Caroline, Erika, Katharina, Rebekka, Steffi, Ulrich) an der Otto-von-Guericke-Universität aufschlagen. Nach herzlicher Begrüßung und ein paar Einführungsworten von Karin beginnt das Treffen mit ihrer Verabschiedung.

Olaf Freymark – Verantwortlicher für „Studieren ab 50“ an der Otto von Guericke Universität Magdeburg und Prof. Johannes Fromme Lehrstuhlinhaber der Erziehungswissenschaftlichen Medienforschung, Erwachsenen- und Weiterbildung verabschieden Karin Braune.

Die beiden Verantwortlichen für „Studieren ab 50“ der Erziehungswissenschaftlichen Medienforschung, Erwachsenen- und Weiterbildung, Olaf Freymark und Prof. Dr. Johannes Fromme bedanken sich bei Karin für ihr umfangreiches und unermüdliches Engagement, ohne das die Onlinegruppe nicht das wäre, was sie ist.* Gerührt und bescheiden, wie wir Karin kennen, bedankt sie sich und gibt ihre Ehrung an die Gruppe weiter.  

Blaue App und preisgekrönte Filme

Als sich der Trubel gelegt hat, beginnen wir mit der nahezu rituellen gegenseitigen Vorstellung der Projektereignisse. Caroline und Rebekka stellten unser Großprojekt vor, insbesondere die Fortschritte, die wir mit der App gemacht haben. Neu für die Halbkugeln ist vor allem unser entworfenes App-Layout, das beim letzten Treffen noch nicht einmal angefangen war und nun schon beispielhaft mit den wichtigsten Seiten (Karte, Orte-Seite, Erzähler) präsentiert werden kann. Wie immer werden auch Herausforderungen besprochen, zum Beispiel, dass wir ohne einen Programmierer, wie wir ihn mit Dennis Willkommen gefunden haben, keine Chance auf die Umsetzung hätten.   

Es folgt die Vorstellung der Magdeburger, die neben neu gewonnenen Studierenden und Senioren auch den Verlust eines alten Mitglieds zu beklagen haben. Erfreulich sind die vielen positiven Rückmeldungen, die Karin für ihre Arbeit sowie die Produkte der Onlinegruppe im letzten Jahr erhalten hat. Wir sehen die amüsanten von-wegen-alt-und-unfähig-Kurzfilme der Halbkugeln „Weg aus der Einsamkeit“ und „Yes, we (s)can!“, der beim StudiMovie Festival – zu Recht, wie wir finden – den Ehrenpreis der Jury als auch den Publikumspreis abgeräumt hat.

Film: Weg aus der Einsamkeit
Film: Yes, we (s)can

Abschließend schauen wir – als Premiere für alle – eine von den Halbkugeln kürzlich erstellte animierte Bildercollage an, die in „Auftragsarbeit“ als Promo-Film für eine Bekannte gestaltet wurde. Ein schnelles Medienprojekt, mit fixem Erfolgserlebnis und einer spannenden Protagonistin, die aus Gräsern Klamotten designt.

Festung Mark

Auf die gemütliche Kaffeerunde mit Brötchen und kritisch-ausführlicher Diskussion über Altenheime und medienpädagogische Vernetzung folgt ein kurzer Fußweg zur Festung Mark, die uns bei unseren bisherigen Besuchen trotz ihrer Größe verborgen blieb.

Führung durch die Festung Mark in Magdeburg.

Ein in seiner Rhetorik für unseren Geschmack etwas zu selbstbewusster Führer gibt uns Einblick in die preußische Kaserne sowie deren militärische Historie; als unangegriffener Teil der einst stattlichen Festung Magdeburgs. Wir überwinden die dicken Mauern – über die wir von Materialität bis hin zur Stärke alles erfuhren – und schlagen uns treppauf-treppab durch die für Kultur- und Festveranstaltungen ausgebauten Gemäuer.

Teambildende Maßnahme 😉 Halbkugeln und Löwen bauen Brücken.

Damit entkommen wir sogar etwas der sommerlichen Hitze. Großen Eindruck hinterlassen die hohen Gewölbe und die herrlich grünen Außenanlagen. Bei einem Brückenbauspiel stellen Löwen und Halbkugeln gemeinsam ihre architektonischen Fähigkeiten sowie ihre Teamarbeit unter Beweis. Die Brücke hält!

Die Verabschiedung fällt dieses Mal schwer, weshalb gleich mit der Einladung zur Erprobung der App im nächsten Jahr in Leipzig gelockt wird – wo Karin (auch ohne Halbkugel zu sein) fester Gast sein soll.

Gruppenbild mit Leipziger Löwen und Magdeburger Halbkugeln vor der Festung Mark.

*Anmerkung: Tatsächlich löste sich die Onlinegruppe Magdeburger Halbkugeln im Herbst 2016 auf.

Vortrag beim Living-Lab in Chemnitz

19 Jun

19.06.2017

Teilnehmer: Caroline, Dagmar, Rebekka, Steffi und Ulrich

Anreise – Die Löwen unterwegs

Gegen 12 Uhr fuhren wir mit der Regionalbahn nach Chemnitz. Am Hauptbahnhof angekommen ging es weiter mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Leider war das Wetter nicht so freundlich. In einem Café mussten wir uns erst einmal stärken. Um kurz vor 15 Uhr trafen wir in dem von der TU Chemnitz angemieteten Ladenlokal ein, das speziell für das Projekt „Living Lab“ zur Verfügung stand.

Dagmar und Caroline ohne Altersunterschied.

Living Lab – Eine offene Tür lädt ein

Es begrüßten uns der Projektleiter Andreas Bischof und sieben weitere Studierende. Andreas Bischof ist Mitarbeiter an der Professur Medieninformatik in der Nachwuchsforschergruppe »Nebeneinander wird Miteinander« an der Technischen Universität Chemnitz und so gestaltet sich auch das „Living Lab“. Mit ihrem interdisziplinären Projekt (Informatik, Design und Sozialwissenschaften) entwickeln sie gemeinsam mit SeniorInnen Technologien und Anwendungen für das „Internet of Things“ – heißt realweltliches für das Internet brauchbar zu machen. (mehr zum Projekt hier http://nebeneinander-miteinander.de/living-lab/)

Dazu stehen den ganzen Juni hier in der Innenstadt die Türen offen für Menschen aus Chemnitz, um über Nachbarschaft, Miteinander und Technik zu sprechen.

Unsere Caroline und Andreas, der Projektverantwortliche des Living-Labs.

Sie wollen dadurch erforschen, wie technische Dinge helfen können, das Miteinander in Mietshäusern, Nachbarschaften und Städten zu fördern, wozu sie die Perspektiven und Erfahrungen der ChemnitzerInnen benötigen. Sie laden aber auch zu Vorträgen ähnlicher Projekte ein, und da kommen wir ins Spiel.

Vortrag – Intergenerationelle Arbeit hat seine Tücken

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der intergenerationellen Zusammenarbeit durften wir unseren Medienclub Leipziger Löwen vorstellen. Die Gäste von der Straße hielten sich leider trotz entspannter Runde im Warmen und Trockenen von der offenen Tür scheu fern. Die Projektmitarbeiter und andere Studierende lauschten jedoch mit gezücktem Stift unseren Ausführungen.

Unsere Caroline und Andreas, der Projektverantwortliche des Living-Labs.

Da der Zeitrahmen knapp bemessen war, stellte Caroline innerhalb einer etwa halben Stunde unser Leipziger Audioguide-Projekt „Ich höre was, was du nicht siehst – Ein Rundgang mit den Ohren durch Leipzig“ vor. Ihr Schwerpunkt lag dabei nicht auf den Inhalten, mehr auf den Zielen der App (das Geschichten Sammeln, Bewahren und Weitergeben) sowie generell den Herausforderungen und Vorzügen der intergenerationellen Arbeit, wobei sie auch die vorherigen Projekte des Medienclubs Leipziger Löwen anriss.

Interessant für uns „alte Löwen“ war, wie viele Gedanken und Konzepte (medienpädagogisch und didaktisch) hinter unseren zweiwöchentlichen Treffen stecken. Auch wenn wir es eigentlich wussten, wurde uns erst jetzt bewusst, dass wir während unserer Arbeit ganz nebenbei medienpädagogisch weitergebildet werden.

Diskussion – Einbringen, aber nicht nur mit Alten arbeiten

Anschließend an den Vortrag konnten wir die verbliebenen 40 Minuten zum Diskussions- und Informationsaustausch nutzen. Explizit bewegte – nicht nur aufgrund der heute mangelnden Besucher – die Frage, wie man SeniorInnen für Kommunikationsprojekte mit Hightech-Ansprüchen rekrutiert und begeistert.
Hier wurde das Wort hauptsächlich den „alten Löwen“ überlassen. Ulrich führte aus, dass er schon seit Beginn dabei sei und sich vor allem über die bearbeiteten Themen begeistern kann sowie die Tatsache, dass man sich mit jedem Projekt in die Gesellschaft einbringen kann und denen, die sich das Produkt anschließend anschauen „etwas bieten“ kann, wo auch mal gelacht oder nachgedacht wird.

Ulrich erklärt den Living-Lab-Besuchern, warum er bei den Löwen ist.

Dagmar und Steffi betonten, wie wichtig es sei, dass „nicht nur Alte“ mitmachen: „Alt sind wir selbst“, der Austausch zwischen den Generationen (in unserem Fall mit Studierenden) ist das, was Spaß mache.
Rebekka betont noch einmal, dass wir kein Projekt sind, in dem Alte von Jungen etwas über Technik lernen, sondern jeder einbringt, was er könne. Somit spiele das Alter während der Arbeit keine Rolle weswegen wir auch zwei verschiedene Flyer – einmal mit Schwerpunkt Thema (Geschichten zu Leipzig), einmal mit Schwerpunkt Technik (Standrundgang-App) aber nicht einen für Alte und einen für Junge entworfen haben. Ein Erfolgsrezept ist uns jedoch leider auch nicht bekannt außer Mund-zu-Mund-Empfehlungen und beharrliche Vorstellung entlang des Projekt-Themas zum Beispiel in Bachelorseminaren oder im Seniorenkolleg.

So erzählen wir und tauschen uns aus, bis keine Fragen mehr offen bleiben. Mit einer Einladung zu uns nach Leipzig verabschieden wir uns und verlassen Chemnitz mit dem guten Gefühl, einem Projekt ein wenig weitergeholfen zu haben.

Medienclub Leipziger Löwen auf dem Weg zum Living Lab mit Rebekka, Caroline, Ulrich, Steffi und Dagmar.

Autoren: Dagmar und Rebekka