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Vortrag beim Living-Lab in Chemnitz

19 Jun

19.06.2017

Teilnehmer: Caroline, Dagmar, Rebekka, Steffi und Ulrich

Anreise – Die Löwen unterwegs

Gegen 12 Uhr fuhren wir mit der Regionalbahn nach Chemnitz. Am Hauptbahnhof angekommen ging es weiter mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Leider war das Wetter nicht so freundlich. In einem Café mussten wir uns erst einmal stärken. Um kurz vor 15 Uhr trafen wir in dem von der TU Chemnitz angemieteten Ladenlokal ein, das speziell für das Projekt „Living Lab“ zur Verfügung stand.

Dagmar und Caroline ohne Altersunterschied.

Living Lab – Eine offene Tür lädt ein

Es begrüßten uns der Projektleiter Andreas Bischof und sieben weitere Studierende. Andreas Bischof ist Mitarbeiter an der Professur Medieninformatik in der Nachwuchsforschergruppe »Nebeneinander wird Miteinander« an der Technischen Universität Chemnitz und so gestaltet sich auch das „Living Lab“. Mit ihrem interdisziplinären Projekt (Informatik, Design und Sozialwissenschaften) entwickeln sie gemeinsam mit SeniorInnen Technologien und Anwendungen für das „Internet of Things“ – heißt realweltliches für das Internet brauchbar zu machen. (mehr zum Projekt hier http://nebeneinander-miteinander.de/living-lab/)

Dazu stehen den ganzen Juni hier in der Innenstadt die Türen offen für Menschen aus Chemnitz, um über Nachbarschaft, Miteinander und Technik zu sprechen.

Unsere Caroline und Andreas, der Projektverantwortliche des Living-Labs.

Sie wollen dadurch erforschen, wie technische Dinge helfen können, das Miteinander in Mietshäusern, Nachbarschaften und Städten zu fördern, wozu sie die Perspektiven und Erfahrungen der ChemnitzerInnen benötigen. Sie laden aber auch zu Vorträgen ähnlicher Projekte ein, und da kommen wir ins Spiel.

Vortrag – Intergenerationelle Arbeit hat seine Tücken

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der intergenerationellen Zusammenarbeit durften wir unseren Medienclub Leipziger Löwen vorstellen. Die Gäste von der Straße hielten sich leider trotz entspannter Runde im Warmen und Trockenen von der offenen Tür scheu fern. Die Projektmitarbeiter und andere Studierende lauschten jedoch mit gezücktem Stift unseren Ausführungen.

Unsere Caroline und Andreas, der Projektverantwortliche des Living-Labs.

Da der Zeitrahmen knapp bemessen war, stellte Caroline innerhalb einer etwa halben Stunde unser Leipziger Audioguide-Projekt „Ich höre was, was du nicht siehst – Ein Rundgang mit den Ohren durch Leipzig“ vor. Ihr Schwerpunkt lag dabei nicht auf den Inhalten, mehr auf den Zielen der App (das Geschichten Sammeln, Bewahren und Weitergeben) sowie generell den Herausforderungen und Vorzügen der intergenerationellen Arbeit, wobei sie auch die vorherigen Projekte des Medienclubs Leipziger Löwen anriss.

Interessant für uns „alte Löwen“ war, wie viele Gedanken und Konzepte (medienpädagogisch und didaktisch) hinter unseren zweiwöchentlichen Treffen stecken. Auch wenn wir es eigentlich wussten, wurde uns erst jetzt bewusst, dass wir während unserer Arbeit ganz nebenbei medienpädagogisch weitergebildet werden.

Diskussion – Einbringen, aber nicht nur mit Alten arbeiten

Anschließend an den Vortrag konnten wir die verbliebenen 40 Minuten zum Diskussions- und Informationsaustausch nutzen. Explizit bewegte – nicht nur aufgrund der heute mangelnden Besucher – die Frage, wie man SeniorInnen für Kommunikationsprojekte mit Hightech-Ansprüchen rekrutiert und begeistert.
Hier wurde das Wort hauptsächlich den „alten Löwen“ überlassen. Ulrich führte aus, dass er schon seit Beginn dabei sei und sich vor allem über die bearbeiteten Themen begeistern kann sowie die Tatsache, dass man sich mit jedem Projekt in die Gesellschaft einbringen kann und denen, die sich das Produkt anschließend anschauen „etwas bieten“ kann, wo auch mal gelacht oder nachgedacht wird.

Ulrich erklärt den Living-Lab-Besuchern, warum er bei den Löwen ist.

Dagmar und Steffi betonten, wie wichtig es sei, dass „nicht nur Alte“ mitmachen: „Alt sind wir selbst“, der Austausch zwischen den Generationen (in unserem Fall mit Studierenden) ist das, was Spaß mache.
Rebekka betont noch einmal, dass wir kein Projekt sind, in dem Alte von Jungen etwas über Technik lernen, sondern jeder einbringt, was er könne. Somit spiele das Alter während der Arbeit keine Rolle weswegen wir auch zwei verschiedene Flyer – einmal mit Schwerpunkt Thema (Geschichten zu Leipzig), einmal mit Schwerpunkt Technik (Standrundgang-App) aber nicht einen für Alte und einen für Junge entworfen haben. Ein Erfolgsrezept ist uns jedoch leider auch nicht bekannt außer Mund-zu-Mund-Empfehlungen und beharrliche Vorstellung entlang des Projekt-Themas zum Beispiel in Bachelorseminaren oder im Seniorenkolleg.

So erzählen wir und tauschen uns aus, bis keine Fragen mehr offen bleiben. Mit einer Einladung zu uns nach Leipzig verabschieden wir uns und verlassen Chemnitz mit dem guten Gefühl, einem Projekt ein wenig weitergeholfen zu haben.

Medienclub Leipziger Löwen auf dem Weg zum Living Lab mit Rebekka, Caroline, Ulrich, Steffi und Dagmar.

Autoren: Dagmar und Rebekka

Der Stadtrundgang schreitet voran: mit dem Seniorenkolleg und App-Workshops für Jung und Alt

4 Mrz

04.03.2015

Neuer Kooperationspartner: Seniorenkolleg

Im Rahmen unserer Teilnehmerwerbung fanden wir mit dem Seniorenkolleg der Universität Leipzig unter der Leitung von Caterina Hein einen tollen neuen Kooperationspartner. Wir durften unser Projekt und unsere Gruppe zweimal vor ca. 800 Senioren vorstellen, was uns zwar kurzfristig weiche Knie, langfristig jedoch viele neue Mitglieder bescherte.
So sind wir nun wieder eine große Gruppe an alten und jungen Löwen, die sich nach und nach gegenseitig kennenlernt und zu einer Gemeinschaft zusammenfindet.

Die App-Workshops

In den letzten Wochen und Monaten (seit November) waren wir nicht nur damit beschäftigt, uns gegenseitig kennen zu lernen, sondern arbeiteten emsig an unserem Audiguide.
In Kleingruppen fanden wir mit „Text und Recherche“, „Grafik und Design“, „Fotographie und Film“, sowie „Öffentlichkeitsarbeit“ thematische Schwerpunkte, bei denen sich alle in ihren Stärken zu Hause fühlen können. Im Rahmen unseres Projekts machten wir uns auf diese Weise intensiver als bisher Gedanken um die Umsetzung unserer Audioguide-App.
Wir gewannen weitere Interviewpartner und lernten solch narrative Interviews zu führen.

Unsere Löwin Katharina stellte den Kontakt zur App-Entwickler-Agentur zwei.null her, deren Geschäftsführer Dennis sich uns als App-Experte nicht allein zur Unterstützung, sondern sogar zur Programmierung und somit Umsetzung der Audioguide-App bereit erklärte.

Die Löwen beim App-Workshop mit Dennis von zwei.null

Die Löwen werden von Dennis von zwei.null in das Mysterium Apps eingeführt

So kam es, dass wir in den letzten beiden Löwen-Sitzungungen von Dennis eine Einführung in Apps und die App-Entstehung erhielten, was trotz geringer und teilweise sogar fehlender Vorkenntnisse seitens unserer Löwen, dennoch oder gerade deswegen ein spannendes Erlebnis für beide Seiten darstellte.
Interessiert wurde zugehört, mitgeschrieben, Fragen gestellt und dem Seminarleiter Beispiele gegeben, die ihm sehr gefielen. Dennis schaffte es, uns ohne Fachchinesisch und in komprimiertester Form zu kleinen App-Entwicklern zu befähigen.

Nun heißt es für uns arbeiten, arbeiten, arbeiten. Wir brennen darauf, unsere Ideen umzusetzen.

 

„Ich höre was, was du nicht siehst“ – Ein Rundgang mit den Ohren durch Leipzig

24 Sep

24.09.2013

Machen Sie mit! – Wir starten unser neues Projekt „Ich höre was, was du nicht siehst – Erinnerungen in Leipzig“. Wir wollen einen ganz persönlichen Audioguide über Leipzig erstellen und bitten Sie um Ihre Unterstützung.

Ziel ist die Bewahrung Ihrer Erinnerungen. Wir suchen Geschichten und Anekdoten zu Gebäuden, Straßen und Plätzen im Zentrum von Leipzig, die heute in einer anderen Funktion existieren oder ihr Aussehen verändert haben. Geschichten, die nur Sie erzählen können.

Egal, ob jung, ob alt, geboren in Leipzig oder zugezogen – wir würden uns gerne mit Ihnen treffen und Ihre Erzählungen aufzeichnen. Die Tonbänder mit Ihren Geschichten werden von uns geschnitten. Der fertige Beitrag wird mit Ihnen diskutiert und von Ihnen abgenommen. Aus allen Beiträgen wird ein Audioguide zusammengestellt, der einen anderen Blick auf Vergangenheit und Gegenwart der Stadt bietet – ein Rundgang mit den Ohren durch Leipzig.

Wir freuen uns darauf, mit Ihrer Hilfe den Audioguide zu gestalten.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

Leipziger Löwen
Rebekka Haubold
rebekka.haubold(at)uni-leipzig.de
Tel.: 0341 / 97 35 851