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Zu Besuch in der Festung Mark mit den Magdeburger Halbkugeln … und ein Abschied von Karin

24 Jun

24.06.2016

Ein wenig schwermütig folgen wir dieses Mal der Einladung nach Magdeburg, verkündete sie uns doch, dass die Leiterin unserer Partner-Gruppe „Magdeburger Halbkugeln“, Karin, ihren Ausstand geben würde.

Karin in ihrem Element als Gruppenleiterin.

Nach etlichen Jahren ehrenamtlichen Engagements für die Gruppe möchte Sie sich zukünftig anderen Aufgaben und Interessen widmen – denn Tatenlosigkeit ist einfach nicht ihr Ding! 😉 Die sengende Sommerhitze hält einige ältere Löwen von der Reise ab, dennoch können wir in relativ großer Runde (Caroline, Erika, Katharina, Rebekka, Steffi, Ulrich) an der Otto-von-Guericke-Universität aufschlagen. Nach herzlicher Begrüßung und ein paar Einführungsworten von Karin beginnt das Treffen mit ihrer Verabschiedung.

Olaf Freymark – Verantwortlicher für „Studieren ab 50“ an der Otto von Guericke Universität Magdeburg und Prof. Johannes Fromme Lehrstuhlinhaber der Erziehungswissenschaftlichen Medienforschung, Erwachsenen- und Weiterbildung verabschieden Karin Braune.

Die beiden Verantwortlichen für „Studieren ab 50“ der Erziehungswissenschaftlichen Medienforschung, Erwachsenen- und Weiterbildung, Olaf Freymark und Prof. Dr. Johannes Fromme bedanken sich bei Karin für ihr umfangreiches und unermüdliches Engagement, ohne das die Onlinegruppe nicht das wäre, was sie ist.* Gerührt und bescheiden, wie wir Karin kennen, bedankt sie sich und gibt ihre Ehrung an die Gruppe weiter.  

Blaue App und preisgekrönte Filme

Als sich der Trubel gelegt hat, beginnen wir mit der nahezu rituellen gegenseitigen Vorstellung der Projektereignisse. Caroline und Rebekka stellten unser Großprojekt vor, insbesondere die Fortschritte, die wir mit der App gemacht haben. Neu für die Halbkugeln ist vor allem unser entworfenes App-Layout, das beim letzten Treffen noch nicht einmal angefangen war und nun schon beispielhaft mit den wichtigsten Seiten (Karte, Orte-Seite, Erzähler) präsentiert werden kann. Wie immer werden auch Herausforderungen besprochen, zum Beispiel, dass wir ohne einen Programmierer, wie wir ihn mit Dennis Willkommen gefunden haben, keine Chance auf die Umsetzung hätten.   

Es folgt die Vorstellung der Magdeburger, die neben neu gewonnenen Studierenden und Senioren auch den Verlust eines alten Mitglieds zu beklagen haben. Erfreulich sind die vielen positiven Rückmeldungen, die Karin für ihre Arbeit sowie die Produkte der Onlinegruppe im letzten Jahr erhalten hat. Wir sehen die amüsanten von-wegen-alt-und-unfähig-Kurzfilme der Halbkugeln „Weg aus der Einsamkeit“ und „Yes, we (s)can!“, der beim StudiMovie Festival – zu Recht, wie wir finden – den Ehrenpreis der Jury als auch den Publikumspreis abgeräumt hat.

Film: Weg aus der Einsamkeit
Film: Yes, we (s)can

Abschließend schauen wir – als Premiere für alle – eine von den Halbkugeln kürzlich erstellte animierte Bildercollage an, die in „Auftragsarbeit“ als Promo-Film für eine Bekannte gestaltet wurde. Ein schnelles Medienprojekt, mit fixem Erfolgserlebnis und einer spannenden Protagonistin, die aus Gräsern Klamotten designt.

Festung Mark

Auf die gemütliche Kaffeerunde mit Brötchen und kritisch-ausführlicher Diskussion über Altenheime und medienpädagogische Vernetzung folgt ein kurzer Fußweg zur Festung Mark, die uns bei unseren bisherigen Besuchen trotz ihrer Größe verborgen blieb.

Führung durch die Festung Mark in Magdeburg.

Ein in seiner Rhetorik für unseren Geschmack etwas zu selbstbewusster Führer gibt uns Einblick in die preußische Kaserne sowie deren militärische Historie; als unangegriffener Teil der einst stattlichen Festung Magdeburgs. Wir überwinden die dicken Mauern – über die wir von Materialität bis hin zur Stärke alles erfuhren – und schlagen uns treppauf-treppab durch die für Kultur- und Festveranstaltungen ausgebauten Gemäuer.

Teambildende Maßnahme 😉 Halbkugeln und Löwen bauen Brücken.

Damit entkommen wir sogar etwas der sommerlichen Hitze. Großen Eindruck hinterlassen die hohen Gewölbe und die herrlich grünen Außenanlagen. Bei einem Brückenbauspiel stellen Löwen und Halbkugeln gemeinsam ihre architektonischen Fähigkeiten sowie ihre Teamarbeit unter Beweis. Die Brücke hält!

Die Verabschiedung fällt dieses Mal schwer, weshalb gleich mit der Einladung zur Erprobung der App im nächsten Jahr in Leipzig gelockt wird – wo Karin (auch ohne Halbkugel zu sein) fester Gast sein soll.

Gruppenbild mit Leipziger Löwen und Magdeburger Halbkugeln vor der Festung Mark.

*Anmerkung: Tatsächlich löste sich die Onlinegruppe Magdeburger Halbkugeln im Herbst 2016 auf.

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Vortrag beim Living-Lab in Chemnitz

19 Jun

19.06.2017

Teilnehmer: Caroline, Dagmar, Rebekka, Steffi und Ulrich

Anreise – Die Löwen unterwegs

Gegen 12 Uhr fuhren wir mit der Regionalbahn nach Chemnitz. Am Hauptbahnhof angekommen ging es weiter mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Leider war das Wetter nicht so freundlich. In einem Café mussten wir uns erst einmal stärken. Um kurz vor 15 Uhr trafen wir in dem von der TU Chemnitz angemieteten Ladenlokal ein, das speziell für das Projekt „Living Lab“ zur Verfügung stand.

Dagmar und Caroline ohne Altersunterschied.

Living Lab – Eine offene Tür lädt ein

Es begrüßten uns der Projektleiter Andreas Bischof und sieben weitere Studierende. Andreas Bischof ist Mitarbeiter an der Professur Medieninformatik in der Nachwuchsforschergruppe »Nebeneinander wird Miteinander« an der Technischen Universität Chemnitz und so gestaltet sich auch das „Living Lab“. Mit ihrem interdisziplinären Projekt (Informatik, Design und Sozialwissenschaften) entwickeln sie gemeinsam mit SeniorInnen Technologien und Anwendungen für das „Internet of Things“ – heißt realweltliches für das Internet brauchbar zu machen. (mehr zum Projekt hier http://nebeneinander-miteinander.de/living-lab/)

Dazu stehen den ganzen Juni hier in der Innenstadt die Türen offen für Menschen aus Chemnitz, um über Nachbarschaft, Miteinander und Technik zu sprechen.

Unsere Caroline und Andreas, der Projektverantwortliche des Living-Labs.

Sie wollen dadurch erforschen, wie technische Dinge helfen können, das Miteinander in Mietshäusern, Nachbarschaften und Städten zu fördern, wozu sie die Perspektiven und Erfahrungen der ChemnitzerInnen benötigen. Sie laden aber auch zu Vorträgen ähnlicher Projekte ein, und da kommen wir ins Spiel.

Vortrag – Intergenerationelle Arbeit hat seine Tücken

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der intergenerationellen Zusammenarbeit durften wir unseren Medienclub Leipziger Löwen vorstellen. Die Gäste von der Straße hielten sich leider trotz entspannter Runde im Warmen und Trockenen von der offenen Tür scheu fern. Die Projektmitarbeiter und andere Studierende lauschten jedoch mit gezücktem Stift unseren Ausführungen.

Unsere Caroline und Andreas, der Projektverantwortliche des Living-Labs.

Da der Zeitrahmen knapp bemessen war, stellte Caroline innerhalb einer etwa halben Stunde unser Leipziger Audioguide-Projekt „Ich höre was, was du nicht siehst – Ein Rundgang mit den Ohren durch Leipzig“ vor. Ihr Schwerpunkt lag dabei nicht auf den Inhalten, mehr auf den Zielen der App (das Geschichten Sammeln, Bewahren und Weitergeben) sowie generell den Herausforderungen und Vorzügen der intergenerationellen Arbeit, wobei sie auch die vorherigen Projekte des Medienclubs Leipziger Löwen anriss.

Interessant für uns „alte Löwen“ war, wie viele Gedanken und Konzepte (medienpädagogisch und didaktisch) hinter unseren zweiwöchentlichen Treffen stecken. Auch wenn wir es eigentlich wussten, wurde uns erst jetzt bewusst, dass wir während unserer Arbeit ganz nebenbei medienpädagogisch weitergebildet werden.

Diskussion – Einbringen, aber nicht nur mit Alten arbeiten

Anschließend an den Vortrag konnten wir die verbliebenen 40 Minuten zum Diskussions- und Informationsaustausch nutzen. Explizit bewegte – nicht nur aufgrund der heute mangelnden Besucher – die Frage, wie man SeniorInnen für Kommunikationsprojekte mit Hightech-Ansprüchen rekrutiert und begeistert.
Hier wurde das Wort hauptsächlich den „alten Löwen“ überlassen. Ulrich führte aus, dass er schon seit Beginn dabei sei und sich vor allem über die bearbeiteten Themen begeistern kann sowie die Tatsache, dass man sich mit jedem Projekt in die Gesellschaft einbringen kann und denen, die sich das Produkt anschließend anschauen „etwas bieten“ kann, wo auch mal gelacht oder nachgedacht wird.

Ulrich erklärt den Living-Lab-Besuchern, warum er bei den Löwen ist.

Dagmar und Steffi betonten, wie wichtig es sei, dass „nicht nur Alte“ mitmachen: „Alt sind wir selbst“, der Austausch zwischen den Generationen (in unserem Fall mit Studierenden) ist das, was Spaß mache.
Rebekka betont noch einmal, dass wir kein Projekt sind, in dem Alte von Jungen etwas über Technik lernen, sondern jeder einbringt, was er könne. Somit spiele das Alter während der Arbeit keine Rolle weswegen wir auch zwei verschiedene Flyer – einmal mit Schwerpunkt Thema (Geschichten zu Leipzig), einmal mit Schwerpunkt Technik (Standrundgang-App) aber nicht einen für Alte und einen für Junge entworfen haben. Ein Erfolgsrezept ist uns jedoch leider auch nicht bekannt außer Mund-zu-Mund-Empfehlungen und beharrliche Vorstellung entlang des Projekt-Themas zum Beispiel in Bachelorseminaren oder im Seniorenkolleg.

So erzählen wir und tauschen uns aus, bis keine Fragen mehr offen bleiben. Mit einer Einladung zu uns nach Leipzig verabschieden wir uns und verlassen Chemnitz mit dem guten Gefühl, einem Projekt ein wenig weitergeholfen zu haben.

Medienclub Leipziger Löwen auf dem Weg zum Living Lab mit Rebekka, Caroline, Ulrich, Steffi und Dagmar.

Autoren: Dagmar und Rebekka