Tag Archives: Film

3. Preis beim Bundeswettbewerb Video der Generationen

24 Jun

Am Wochenende 22/23 Juni war eine kleine Delegation der Löwen in Halle beim Bundesfestival Video. Unser Film „Immer diese Sehnsucht (nach erfüllung der träume)“, der im Rahmes unserer Ausstellungsprojektes „Was heißt schon alt?“ entstanden war, lief im Wettbewerb Video der Generationen.

Auf einem kleinen Stadtspaziergang durch Halle entdeckten wir dieses Geschäft, vor dem Ulrich als Mitglied der Löwen natürlich posieren musste. Wie man sieht, war auch das Wetter fabelhaft!

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Bei der Preisverleihung am Sonntag konnten wir uns über den 3. Platz freuen! Der Besuch beim Festival  war sehr schön, wir sahen tolle Filme, konnten an einem interessanten Filmworkshop teilnehmen und lernten vor allem viele nette Leute kennen, mit denen wir über unseren Film und unsere Arbeit sprechen konnten und waren begeistert, von ihren tollen Projekten zu erfahren.

3. Preis beim bundesweiten Ideenwettbewerb „Brücken bauen zwischen den Generationen“

25 Feb

Unsere, in der Zusammenarbeit mit der Stiftung „Bürger für Leipzig“ entstandenen, Clips zum Thema Ehrenamt wurden im Rahmen des bundesweiten Ideenwettbewerbs „Brücken bauen zwischen den Generationen“, der von der Herbert-Quandt Stiftung und der Initiative Bürgerstiftungen ausgetragen wird, mit dem 3. Preis ausgezeichnet.
Am 20. Februar 2013 konnten wir gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung und dem belgischen Regisseur Piet Eekman die Urkunde entgegennehmen.

Foto: Herbert-Quandt Stiftung

Foto: Herbert-Quandt Stiftung

Auf der Preisverleihung lief auch der Video, das eine berliner Filmproduktionsfirma über unser Projekt gedreht hatte. Zu sehen ist darin auch eine Frau, die durch die Clips den Anstoß bekam, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Premierenfeier für die Ehrenamt-Clips

11 Sep

Die Premiere unserer Video-Clips zum Thema Ehrenamt stand unter dem Motto „Hollywood“. Am 06. September fand sie in der Leipziger Kneipe „Die Rumpelkammer“ statt. Doch bevor an diesem schönen Ort gefeiert werden konnte, waren alle geladenen Gäste zum Augustusplatz bestellt worden. Denn hier startete eine Sonderfahrt mit der Straßenbahn. Extra für die Premiere stellten die Leipziger Verkehrsbetriebe eine Straßenbahn bereit. Hintergrund dieser besonderen Fahrt, die uns zwei Mal um den leipziger Innenstadtring führte, war natürlich, dass die Clips im Fahrgast-TV zu sehen sind. So konnten die Clips schon vor der offiziellen Premiere von den Gästen am authentischen Ausstrahlungsort geschaut werden.

An der Rumpelkammer angekommen wurde für den Regisseur und die ProtagonistInnen der Clips der „Rote Teppich“ ausgerollt. Von Blitzlichgewitter begleitet betraten sie die „Rumpelkammer“. Moderator August Geyler führte durch das Programm, begleitet wurde die Präsentation der Clips von Interviews mit den Darstellerinnen und dem Darsteller. Und bei einer „Hollywood“-Premiere durften Autogrammkarten natürlich nicht fehlen.

Es war ein gelungener Abend mit vielen Gästen – besonders gefreut haben wir uns über den Besuch der Magdeburger Halbkugeln, tollen DarstellerInnen und einer Menge Spaß. Das macht sicher Appetit auf Ehrenamt. Die Clips gibt es hier zu sehen.

Fotos vom Premierenabend von Eva Kell:

Hören Sie hier außerdem einen Beitrag von mephisto 97,6, dem Lokalradio der Universität Leipzig. Reporterin Karen Lemme war auf der Premierenfeier zu Gast und berichtete am nächsten Tag im Morgenmagazin „Faustschlag“.

Appetit auf Ehrenamt – Start der Dreharbeiten

13 Jul

Seit April 2012 arbeiten wir in Kooperation mit der Stiftung Bürger für Leipzig an drei Video-Clips, die Seniorinnen und Senioren dazu anregen sollen, darüber nachzudenken, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Die Ideen standen Ende Juni fest und konnten nun umgesetzt werden. In Zusammenarbeit mit dem belgischen Regisseur Piet Eekman fanden vom 10. bis zum 12. Juli 2012 die Dreharbeiten statt. Jeden Tag wurde ein Clip “abgedreht”. Dank des großen  Engagements aller Gruppenmitglieder kamen wir gut voran.

Wovon die Clips genau handeln, das wird noch nicht verraten. Hier bekommen Sie aber schon einmal einen kleinen Einblick in unsere Dreharbeiten:

Fotos von Eva Kell, Karena Walter & Friederike Blum

 

Außerdem besuchte uns das Fernsehen bei den Dreharbeiten. Hier der Beitrag von info.tv Leipzig:

„Dieses Kribbeln im Bauch…“

8 Jun

…ist wohl eines der schönsten Gefühle der Welt. Kann man auch im Alter noch in den Genuss von Schmetterlingen im Bauch kommen? Natürlich! Aber leider sieht man in den Medien sehr selten Bilder von älteren Menschen, die Händchen halten und beim Blick des Partners verschämt die Augen niederschlagen. Deswegen berührte uns der Dokumentarfilm „Kribbeln im Bauch“ der Leipziger Regisseurin Katrin Bühlig umso mehr, die vier Paare gefunden hat, die offen, rührend, authentisch – und vor allem ermutigend! – vor der Kamera von ihrer Beziehung erzählen. „Warum nicht auch anderen älteren Menschen diesen Film zeigen und Mut machen?“, fragten wir uns und zeigten den Film in einer Volksolidarität in Leipzig. Anschließend erzählten wir unserer Löwin Elisabeth, die zu dieser Zeit gerade im Praktikum war, von diesem erfolgreichen Nachmittag…hört selbst!

„Sheriff – Vom Schweinehirten zum Superstar“

9 Feb

Beim DOK-Film-Festival letzten Herbst haben wir in der Leipziger Schaubühne Lindenfels den Film „Sheriff – Vom Schweinehirten zum Superstar“ von Timm Kröger gesehen.

Hören Sie hier eine Rezension zum Film, der die kurios, traurige Geschichte eines selbsternannten Großstadt-Sheriffs erzählt:

Der Dokumentarfilm „9 Leben“

9 Feb

Im vergangenen Oktober haben wir uns im Rahmen des DOK-Film-Festivals in Leipzig den Film „9 Leben“ der Regisseurin Maria Speth angeschaut. Das Thema: Straßenkinder in Berlin. Die Regisseurin hat es geschafft junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens auf der Straße verbracht haben oder noch immer auf der Straße leben, würde- und gefühlvoll ins Bild zu rücken. Der Film gibt den Menschen ein Gesicht und eine Stimme. Sie kommen zu Wort, erzählen was sie bewegt. Diese Schilderungen, Erlebnisse und Erfahrungen haben und sehr berührt. Bei der Beschäftigung mit dem Inhalt ist ein Beitrag mit unseren Gedanken und Empfindungen zum Film entstanden:

Dokumentarfilm „White Box“

16 Dez

Bei meiner Recherche zur Dokumentar-Filmwoche stieß ich auf den Beitrag „White Box“. Nach dem Lesen der kurzen Inhaltsangabe stellte ich mir die Frage, warum wird für einen deutschen Beitrag, von einer deutschen Regisseurin und Drehort Löbau in Deutschland ein englischer Titel verwendet. War hier wieder einmal die Englischmanie am Wirken?

Das Thema machte schon neugierig auf den Film. Am 21. Oktober stand der Filmbesuch auf dem Plan des Medienclubs Leipziger Löwen. Im vorgesehenen Interview mit der Regisseurin sollte unter anderem auch die Frage der Namensgebung geklärt werden.

Aufhänger für den Film ist, dass in Löbau, ein ehemaliger Garnisonsort der NVA, Wohnraum für Hartz-IV-Empfänger, der den festgesetzten Regelquadratmetersatz überschreitet, durch Verschließen der überzähligen Zimmer eingeschränkt wurde.

Ein Einwurf am Rande: Kann nicht endlich der Begriff  „Hartz-IV-Empfänger“ durch einen menschlich wirkenden Begriff ersetzt werden. Nach meiner Auffassung ist dieser Begriff abwertend. Stehen doch diese Menschen zu oft im Abseits. Erniedrigt, weil zu wenig Mühe zu erkennen ist, diese Menschen in die Gesellschaft wieder zu integrieren.

Zurück zum Film. Die handelnden Personen sind im Film von der Regisseurin eindrucksvoll in Szene gesetzt ohne zu überziehen. Ganz unterschiedliche Charaktere und Personen, aus unterschiedlicher Herkunft, Deutsche und Spätaussiedler aus Rußland, kamen zu Wort und schilderten ihre Eindrücke von ihrem Leben im heutigen Deutschland. Nicht alle kamen mit ihrer neuen Lage klar.

Beeindruckend für mich die Aussage von zwei jugendlichen Spätaussiedlern: In Rußland waren wir Fremde, hier in Deutschland sind wir  auch wieder Fremde.

Sie sind also noch nicht angekommen in Deutschland und das ist nicht unbedingt ihre Schuld.

Noch ein Einwurf: Die jugendlichen Spätaussiedler sprachen fast alle ein einwandfreies Deutsch!

Bei der zur Filmaufführung anwesenden Julia, auch zur Gruppe der Spätaussiedler gehörend, hatte ich das sichere Gefühl, sie wird es schaffen, sie setzt sich durch. Das ging sowohl aus dem Film und auch aus ihren Antworten zu den Diskussionen mit Besuchern nach Filmende hervor.

Ein weiteres beeindruckendes Bild aus dem Film. Auf die Frage an ein kleines Mädchen, was sie sich am meisten wünscht, kam die Antwort: Ein eigenes Zimmer. Und das bei dem hohen Leerstand von Wohnungen in Löbau. Erfreulich, dass die Mutter des Mädchens es geschafft hat eine Arbeit zu bekommen und nun den Wunsch ihrer Tochter erfüllen konnte.

Im Übrigen stellt sich mir die Frage, welche „Einsparungen“ eigentlich durch das Abschließen von Zimmern erreicht wurde.

Hervorzuheben ist auch die Einstellung des ehemaligen NVA-Angehörigen. Er stellt sich auf seine neue Situation ein und engagiert sich mit anderen, ebenfalls arbeitslosen Personen für seinen Wohnort. Dem ehemaligen Professor, auch ein ehemaliger NVA-Angehöriger, fällt das wesentlich schwerer, wie das seiner Ausdrucksweise bei dem Deutschunterricht für Spätaussiedler und seinen Ausführungen zum ehemaligen Exerzierplatz zu entnehmen war.

Im kurzen Interview mit der Regisseurin Frau Susanne Schulz konnte auch der Ursprung des englischen Filmtitels geklärt werden. Frau Schulz wollte mit dem Filmtitel das Positive im Film, den Lichtblick, herausstellen, also nicht schwarzmalen. Ein Standpunkt, den ich nach dem Ansehen des Films respektieren kann.

Liebe und Altern

3 Dez

Dieser Beitrag müsste vom Zeitablauf her den Vorrang vor den anderen Beiträgen haben.

Unser erstes Projekt war das Thema „Liebe und Altern“. Zu diesem Thema hatten wir, der Medienclub Leipziger Löwen, uns die Filme „Irina Palm“ und „Wolke 9“ angesehen. Wir haben über beide Filme sehr intensiv, teilweise auch kontrovers, diskutiert, besonders unter dem Aspekt, was hat uns der Film über Liebe und Altern gesagt. Meinungen und Ideen wurden darüber ausgetauscht, was würden wir an bestimmten Szenen im Film ändern, um das Thema Liebe und Altern besser darzustellen.

Aus dieser Diskussion heraus entstanden zum Film „Irina Palm“ drei, im Text und teilweise auch im Bild, neu gestaltete Szenen.

Zu „Wolke 9“ wurde der Beginn des Filmes, die nähere Bekanntschaft zwischen Inge und Karl,  ganz neu in Szene gesetzt. Mit einigem Aufwand, aber auch mit viel Humor, hat fast das gesamte Team der Leipziger Löwen an der Produktion der Filmaufnahme mitgewirkt.

Meinungsäußerung einer „Betroffenen“ zum Film „Kribbeln im Bauch“

4 Okt

(Zum Verständnis: Die „Betroffene“ ist 78 Jahre alt. Ist jetzt schwer körperbehindert. Lebt in einem betreuten Wohnen. Sie ist verwitwet. Hat zwei Töchter (Ulrike und Verena). Nach dem Tod ihres Mannes hatte sie 10 Jahre einen „Freund“, der an Krebs gestorben ist. Seitdem bemüht sie sich mit ganzer Energie um eine neue Partnerbeziehung, was angesichts ihrer Lebensumstände nicht so einfach ist. Hauptmotiv für ihr „Mühen“: Sie kann nicht allein leben.

Ihr gegenüber habe ich den Film erwähnt. Sie war sofort interessiert. Also habe ich ihr eine Kopie zukommen lassen. Inzwischen hat sie sich den Film mehrmals angesehen, auch zusammen mit einer ihrer Töchter.

Mit ihrem Einverständnis zitiere ich aus einem Brief an mich in der Hoffnung, dass durch das Einbeziehen der Meinung einer Insiderin unsere Diskussion bereichert wird. )

Nochmals meinen Dank für den Film. Meinen ersten Eindruck kennst Du, aber am Telefon kann man manches ja nicht so ausdrücken.

Mit Ulrike habe ich mir den Film nochmals angesehen. Ihr Kommentar: Wenn man im Alter noch so lieben kann, warum soll man da noch Angst haben!

Mit Verena steht mir das Erlebnis in 4 Wochen bevor. Ich glaube fast, sie wird sagen: So möchte ich mit meinem Hugo alt werden.

Meine Gedanken zum Film:

Beeindruckend ist die einfühlsame Gestaltung, die es möglich macht, dass ältere Menschen sich so natürlich, selbstbewusst und würdevoll über ganz persönliche Wünsche und Bedürfnisse äußern.

Für Jüngere gewiss erstaunlich, dass auch im Alter Liebe empfunden wird, Eifersucht eine Rolle spielt („Das ist mein Mann!“), Zärtlichkeit als wichtig, ja lebensnotwendig erscheint und körperliche Nähe beglückend empfunden wird.

Nachdenklich mag es viele machen, dass es Menschen gibt, die erst im Alter lernen, was Liebe sein kann und wie wohltuend körperliche Nähe wirkt.

Einen Partner haben, der auf mich eingeht und auf den ich eingehen kann.“

Dieser Wunsch ist gewiss an kein Lebensalter gebunden. In dieser ausgeprägten Form spielt allerdings die Lebenserfahrung eine große Rolle.

Probleme werden natürlich auch sichtbar: “Nein, das möchte ich nicht“. Aber das macht die Ernsthaftigkeit deutlich. Einsamkeit ist schwer zu ertragen.“

Auch dieser Satz gilt für alle Altersgruppen, gewinnt aber im Alter an Gewicht und Bedeutung durch die Frage: „Was kommt dann?“ Das Bewusstsein um die Endlichkeit führt dazu, dass Liebe intensiver erlebt wird. („Weil wir zusammen leben wollen.“)

Zur „Hochzeit in Weiß“:

Ich glaube, hier steht uns die eigene Borniertheit im Wege. Wir erwarten Verständnis für eigenes Verhalten (sind sogar darauf angewiesen), maßen uns aber an, über andere ohne Verständnis zu urteilen. Ist nicht das strahlende Lächeln der beiden Menschen Ausdruck für Glück? Wer will es ihnen nicht gönnen?

Ja, die Kinder! Nur kurz angedeutet, weckt es doch in jedem bestimmte Erinnerungen. Das liebe Geld!! Aber das ist wohl ein anderes Thema.